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Weis(s)heiten im postkolonialen Deutschland

Das Konzept des "critical whiteness</I> am Beispiel der Selbst- und Fremdwahrnehmung von Menschen afrikanischer Herkunft und "Weißen Deutschen</I> in Deutschland

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Lisa-Marie Quedraogo

Diese Untersuchung beschäftigt sich mit dem Konzept des Kritischen Weißseins als Teil der postkolonialen Theorie und Diskursanalyse. Sie enthält, neben einem einleitenden historischen und theoretischen Teil, eine umfassende empirische Befragung von über 200 Menschen afrikanischer Herkunft und Weißen Deutschen, die in Köln und Berlin durchgeführt wurde, sowie eine qualitative Datenerhebung, die vor allem aus Interviews und Beobachtungen besteht. Dabei wird ein differenziertes Bild der interkulturellen Ansichten und Verhaltensweisen der deutschen Gesellschaft bezüglich ihrer Kolonialvergangenheit und der Gegenwart präsentiert. Die Untersuchung leistet ferner einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Selbst- und Fremdwahrnehmung von Menschen afrikanischer Herkunft und Weißen Deutschen in Deutschland und somit für die interkulturelle Forschung im Allgemeinen. Die wissenschaftliche Analyse des modernen deutschen Weißseinsdiskurses veranschaulicht, dass zahlreiche neokoloniale Diskurse über Afrika und Menschen afrikanischer Herkunft in Deutschland bis heute unreflektiert fortbestehen.
Aus dem Inhalt: Einführung in die postkoloniale Theorie und Diskursanalyse – Das Konzept des Kritischen Weißseins – Kontexte des deutschen Weißseins - Prozesse und Entwicklungen von der Aufklärung bis zur Nachkriegszeit – Kritisches Weißsein im Deutschland des 21. Jahrhunderts – Quantitative Befragung von Menschen afrikanischer Herkunft und Weißen Deutschen in Deutschland bezüglich ihrer Selbst- und Fremdwahrnehmung im Rahmen des modernen deutschen Weißseinsdiskurses.