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Rilkes Welt

Festschrift für August Stahl zum 75. Geburtstag

Andrea Hübener, Rätus Luck, Renate Scharffenberg, Erich Unglaub and William Waters

Rilkes Begriff der ‘Welt’, seine Aufnahme von ‘Welt’, die literarische Gestaltung und deren Rezeption in Rilkes Mit- und Nachwelt stehen inhaltlich im Zentrum dieses Aufsatzbandes. Er stellt in rund 50 Beiträgen von internationalen Literaturwissenschaftlern und Rilke-Forschern die vielen Facetten in Leben und Werk des europäischen Dichters aus Prag vor und gibt somit nicht nur einen Eindruck von Rilkes Schaffen, sondern auch von seiner Bedeutung für die Literatur- und Kulturgeschichte bis zur Gegenwart. Anlaß der Publikation ist der Geburtstag von August Stahl, dessen literaturwissenschaftliches Arbeiten und persönliches Engagement für das Erschließen, Verbreiten und Verstehen Rilkes – weit über das Wirken als Präsident der Internationalen Rilke-Gesellschaft hinaus – von Rilke-Forschern, Rilke-Lesern und Rilke-Liebhabern anerkannt ist. Aus diesem Grunde beschließt ein Verzeichnis der auf Rilke bezogenen Schriften von August Stahl den Sammelband, der viele Dimensionen von Rilkes ‘Welt’ erschließen will.
Aus dem Inhalt: Winfried Eckel: Rilkes Begriff der Welt – Karine Winkelvoss: Atemfeld und Windinnres. Überlegungen zur Luft in Rilkes Welt – Ullrich Fülleborn/Hartmann Römer: «Verschränkung». Ist Rilkes poetische Welt quantenmechanisch beschreibbar? Anregung zu einem interdisziplinären Dialog – Peter Höfle: Ein Blick in «der Engel Ordnungen». Rilke und die Relativitätstheorie – Erich Unglaub: Zu Rilkes Konzepten von Welt und Umwelt – Walter Seifert: Kosmische Dimensionen im Weltbild von Rilke und Thomas Mann – Judith Ryan: Rilkes Reisen, Maltes Welt – Silke Pasewalck: Die ‘aufgelöste Persönlichkeit’. Zu einem raumpoetischen Konzept in den «Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge» – Christa-Elisabeth Rauser: Beispiele für die Darstellung kindlichen Bewältigungsverhaltens bei Rilke – Johannes Toth: Frauen, Mütter und Mütterlichkeit in Rilkes Welt – Otto Bentz: «So leben wir und nehmen immer Abschied». Über das Abschiedhafte bei Rainer Maria Rilke – Jacob-Ivan Eidt: Rilke und die Musik(er). Überlegungen zu Rilkes Musikverständnis im Kontext seiner Zeit – Helen Bridge: Rilkes «Worpswede» im Kontext der zeitgenössischen Kunstdiskurse – Katja Brunkhorst: «Kein Zucker um die Pillen». Die bittere Wahrheit in Stilfragen – Erik Svendsen: Realismus und Moderne in den «Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge» – William Waters: Lyrik as Museum-Piece. Rilke’s «Der Stifter» – Wolfgang Braungart: «Das Karussell». Ein Gedicht, eine Zeitschrift und eine Metapher – Rüdiger Görner: Warum Sonette in elegischer Zeit? Zu Rilkes orphischer Verwandlungspoetik nebst einem Bezug zu Kafka – Peter Por: Zwei parabolische Prosatexte: «Die Auslage des Fischhändlers» und «Ur-Geräusch» – Roland Ruffini: «Tränenkrug» als Bild seinshafter Welt. Zu Rilkes Gedicht «Gieb mir, oh Erde» – Vera Hauschild: Wen lobte er, wenn er «sie» lobte? Überlegungen zu Rilkes Gedicht «Einmal kam die Frau, die reiche, reife …» – Ralph Freedman: Nur ein Schritt: Rilke, Anna de Noailles und «Die Bücher einer Liebenden» – George C. Schoolfield: «Das Familienfest» – Brigitte Furche: «Das Wirkliche ist wie das Wunderbare». Rilkes «Drachentöter» im Kontext der Drachentötermärchen – Hartmut Heep: Cultural Self-Perception through the Other: Rainer Maria Rilke’s Swiss Poetry – Rita Rios: Die Schritte des Wortes. Rainer Maria Rilkes Übertragung von Paul Valérys «L’Âme et la Danse» – Joachim W. Storck: «Ohne Sinn für Politik?» Reflexionen zu einem Diktum Rudolf Kassners über Rilke – Klaus E. Bohnenkamp: «Capellmeisterpoesie u. Balletonkel-Wirklichkeit». Drei frühe Briefe Rudolf Kassners an Fürstin Marie von Thurn und Taxis-Hohenlohe – Davide Finco: «Er war ein einsamer Dichter … ein Begleiter im Geiste und eine Gegenwart im Gemüt» - Rainer Maria Rilke und Jens Peter Jacobsen – Alberto Destro: Prolegomena zum Thema Rilke und Kierkegaard – Federico Bermúdez-Cañete: Rilkes Einfluß auf «Azorín» – Eva-Tabea Meineke: «Daseinsentwurf» versus «surréalité». Rilkes Paris in Abgrenzung zum Paris des Surrealismus am Beispiel von André Bretons «Nadja» – Sascha Löwenstein: Dichtung und dichterisches Selbstverständnis des jungen Rilke. Aus seinen Briefen und Gedichten an Valerie von David-Rhonfeld (1893-1895) – Karin Wais: Rilke und Pia di Valmarana. Briefe 1912-1926 – Wilhelm Hemecker: «… als wäre ein ganzes Gebiet meines Lebens unangetreten geblieben». Rilke und Mechtilde Lichnowsky – Arne Grafe: «… auf solcher Höhe konnten nur Götter sich halten.» Ein Brief zum Liebesverhältnis Rilke - Baladine Klossowska – Peter F. Kopp: Rilke auf Capri – Franziska Kolp: Rainer