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Die Krise der Nachhaltigkeit

Zur Kritik der politischen Ökologie

Falko Schmieder

Die Beiträge dieses Bandes gehen von der Einsicht aus, dass nicht der Klimawandel, sondern die spezifische Form des gesellschaftlichen Naturverhältnisses das Kernproblem des Nachhaltigkeitsdiskurses ist. Die im Begriff der Nachhaltigkeit implizierte Kritik zielt auf eine Wirtschaftsform, die auf grenzenloses Wachstum setzt und aufgrund der mit ihr verbundenen zerstörerischen Konsequenzen als weltweites Prinzip nicht dauerhaft funktionieren kann. Sollen die historisch erkämpften zivilisatorischen Standards und demokratischen Errungenschaften bewahrt und nach Möglichkeit ausgebaut werden, dann muss eine Auseinandersetzung mit den ökonomischen Grundlagen der Gesellschaft wieder zum Bestandteil des Nachhaltigkeitsdiskurses werden. Der Band liefert neben konkreten Fallstudien zum Thema auch theoretische Instrumente, die zur Erhellung der gegenwärtigen Probleme unerlässlich sind.
Inhalt: Falko Schmieder: Die Krise der Nachhaltigkeit. Zur Kritik der politischen Ökologie. Einleitung – Ingo Elbe: «kein Atom Naturstoff» und «gegenständlicher Schein» - Kritik der politischen Ökonomie als Materialismus der zweiten Natur – Athanasios Karathanassis: Umweltpolitik, ökonomische Naturverhältnisse und die Systemfrage. Einblicke und Ausblicke aus politisch-ökonomischer Sicht – Frieder Otto Wolf: Was muss eine Kritik der politischen Ökologie über Marx’ Kritik der politischen Ökonomie hinaus leisten? – Andreas Grünewald: Neoliberale Naturverhältnisse im Postfordismus? Angelsächsische und deutsche Debatten zum Verhältnis von Gesellschaft, Natur und kapitalistischen Entwicklungstendenzen – Christian Zeller: Die Natur als Anlagefeld des konzentrierten Finanzkapitals – Fritz Fiehler: Was kostet die Natur? Zur Kritik der Kostenökonomie.