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Verdun

Mythos und Alltag einer Schlacht

Matti Münch

Verdun ist als einzige Schlacht des Ersten Weltkrieges noch heute einem breiten Publikum bekannt, der Verdun-Mythos hat bis ins 21. Jahrhundert überlebt. Doch warum gerade Verdun – und nicht etwa die Schlacht an der Somme? Unterschied sich der Frontalltag an der Maas tatsächlich vom Kriegserlebnis an anderen Frontabschnitten und bildet so das unanfechtbare Fundament für einen auf dieser Schlacht gründenden Mythos? Welche Bedeutung kommt der Schlacht an der Maas im kollektiven deutschen Gedächtnis zu? Welche Kräfte und Gruppen formten und manipulierten Trauma und Mythos Verdun im 20. Jahrhundert? Ausgehend von einer ausführlichen, quellennahen Darstellung des Frontalltags, vergleicht der Autor die Verhältnisse vor Verdun mit jenen an anderen Westfrontabschnitten, spürt einem vermeintlichen individuellen Verdun-Trauma nach und verfolgt die Spuren des Schlachtenmythos quer durch das vergangene Jahrhundert. Widerlegt wird dabei u.a. die gängige These, der Verdun-Mythos habe sich schon während des Ersten Weltkrieges manifestiert.