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Die Genese von Legenden in der Neuen Welt im Spannungsfeld antiker, mittelalterlicher und indigener Einflüsse

Ansätze eines kulturellen Austausches oder Wissenstransformation von Europa auf Amerika?

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Thomas Mrotzek

Gold und Reichtum zogen Menschen schon immer in ihren Bann. Mit dem Entdecken der Neuen Welt durch Kolumbus wurde eine Entwicklung in Gang gesetzt, deren Folgen bis in die Gegenwart spürbar sind. Eine wesentliche Triebfeder war vor allem die Vorstellung von Goldländern, Jungbrunnen oder goldenen Städten, die bei den Teilnehmern der Konquista zum Weltbild gehörten. Die Arbeit untersucht exemplarisch Quellen der Frühen Neuzeit, die Legendenstoffe der Neuen Welt aufgreifen und weiterentwickelt haben. Inwieweit bestehen dabei Zusammenhänge zu antiken und mittelalterlichen Texten? Kann bei dem Zusammentreffen von Alter und Neuer Welt bereits von einem kulturellen Austausch oder eher einem erzwungen Bestätigen von überliefertem Wissen gesprochen werden? Relevante Quellen der europäischen Antike sowie des Mittelalters werden herangezogen und mit entsprechenden Legendenstoffen aus dem wiederentdeckten Amerika verglichen.
Inhalt: El Dorado – Jungbrunnen – Goldländer – Sieben Städte von Cibola – Gewürzprovinzen im Westen – Epochenübergang vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit – Kultureller Austausch oder gewaltsamer Export von Wissenstraditionen? – Kulturtransfer – Frühneuzeitliche Legenden und ihre Bedeutung im Kontext der kolonialen Expansion.