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Rechtspositivismus und konspirative Justiz als politische Strafjustiz in der DDR

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André Gursky

Dieses Buch untersucht die Funktion des Systems der politischen Strafjustiz in der DDR. Dazu unternimmt es eine Zusammenschau von rechtsphilosophischen und rechtstheoretischen Positionen in der Perspektive eines strafrechtlichen Ermittlungsorgans, als das sich das Ministerium für Staatssicherheit der DDR verstand. Es korreliert diese Praxis mit dem Selbstverständnis des SED-Staates, auf Grundlage einer «sozialistischen Gesetzlichkeit» der Humanität gesellschaftlicher Beziehungen nicht nur entsprochen, sondern diese geradezu erst ermöglicht zu haben. Ferner fragt es, wie sich das Verhältnis von Recht und Moral im realen Sozialismus einer poststalinistischen Gesellschaft, die im Traditionsbezug auf Marx, Engels und Lenin auf die Verwirklichung des Kommunismus abzielte, begründete und gestaltete.
Inhalt: Gesellschaftskritik und Gerechtigkeit bei Marx – Recht ist, was dem Staate nützt – Die normative Begründung rechtlicher Grundlagen in der marxistisch-leninistischen Staats- und Rechtsphilosophie – Gesetz und Macht – Politische Justiz als konspirative Justiz – Die Rechtsstelle des MfS – Der sozialistische Rechtsstaat DDR - eine Legende?