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Unorthodoxe Sozialisten

Zu den Sozialismuskonzeptionen der Gruppe um Otto Straßer und des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes in der Weimarer Republik

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Stefan Wannenwetsch

Der Internationale Sozialistische Kampfbund (ISK) brachte wie der Straßer-Kreis eine idealistische Konzeption in den Sozialismusdiskurs der Weimarer Republik ein. Die Links-Rechts-Scheidung überschreitend wird der ethische Sozialismus des ISK mit Straßers nationalem konfrontiert. Durch Rekonstruktion der Überzeugungsnetze und Abgleich mit marxistischen Positionen werden sie im sozialistischen Diskurs ihrer Zeit verortet. Während die Staats- und Wirtschaftsentwürfe Straßers stark mit den marxistischen übereinstimmen, steht der antidemokratische ISK bezüglich der philosophischen Grundlagen und abstrakten Konzepte dem Marxismus deutlich näher. Zuletzt wird nach den Ideologiebestandteilen gefragt, die trotz beider Exils im Westen nur dem ISK 1945 ein Bekenntnis zum Parlamentarismus erlaubten.
Inhalt: Methodologie der Ideengeschichte – Philosophische Grundlagen (Ontologie, Epistemologie, Geschichtsphilosophie) – Abstrakte Konzepte (Notwendigkeit des Sozialismus, Sozialismuskonzept, Weg zum Sozialismus) – Konkrete Konzepte (Staats- und Wirtschaftsentwürfe) – Marxismusrezeption, Antiparlamentarismus und (ausbleibende) Revision.