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Die Fuldaer Katholiken und der Erste Weltkrieg

Zur konfessionellen Spezifik nationaler Integration am Beispiel der fuldischen katholischen Publizistik 1914-1918

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Oliver Göbel

Die Antwort der Katholiken auf die Bismarck’sche Kulturkampfpolitik war eine Binnenhomogenisierung in Form konfessioneller Milieus. Fulda gilt als Paradebeispiel eines solchen Milieus und wurde gar als «Zentrum der ultramontanen» und «reichsfeindlichen Agitation in Deutschland» bezeichnet. Vor diesem Hintergrund wird der Diskurs in der fuldischen katholischen Publizistik über den Ersten Weltkrieg vorgestellt – war der Krieg doch die große Bewährungsprobe für die nationale Integrität. Betrachtet werden konfessionsspezifische Gründe und Argumentationsmuster zur Rechtfertigung des nationalen Engagements der Katholiken. Dabei wird stets gefragt, ob es bei aller Integration auch Aspekte der Reserve, der weniger tiefgreifenden Nationalisierung oder sogar einer fuldisch-ultramontanen Spezifik gab.
Diese Arbeit wurde vom Historischen Seminar der Universität Frankfurt am Main mit dem Preis des Stiftungsfonds Kopper ausgezeichnet.
Inhalt: Nur aufrichtig katholisch - oder auch treu deutsch? Belege für die nationale Integrität – Gesellschaftliche und politische Beweggründe – Sittlich-religiöse Beweggründe – Theologisch-religiöse Argumentationsmuster – Nationale Leit-/Geschichtsbilder und Identifikationsfiguren – Abgrenzungsmuster – Synthese der Ergebnisse mit der Kriegs(erfahrungs)- und Katholizismusforschung.