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Afghanistan zwischen Islam und Gleichberechtigung

Widersprüche in der afghanischen Verfassung am Beispiel des afghanischen Familien- und Erbrechts

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Farzana Soleimankehl-Hanke

Die Verfassung Afghanistans statuiert den Grundsatz der Gleichberechtigung der Geschlechter und beinhaltet zugleich einen Islamvorbehalt. Dies führt zu einer Kollision auf Verfassungsebene, die sich insbesondere im afghanischen Familien- und Erbrecht auswirkt. Gerade das Familien- und Erbrecht islamisch geprägter Staaten gründet sich von alters her auf religiösen Vorgaben. Diese sehen teilweise geschlechtsspezifische Benachteiligungen vor, wie etwa den doppelten Erbteil des Mannes. Die Untersuchung unternimmt den Versuch, die verfassungsrechtliche Kollision zum Ausgleich zu bringen. Sie findet unter Rückgriff auf die deutsche Rechtsmethodik eine Lösung, die sowohl dem Gleichberechtigungsgrundsatz als auch dem Islam in der afghanischen Verfassung zur Geltung verhilft.
Inhalt: Gleichberechtigung – Islam – Sunnitisches Recht – Hanafitisches Recht – Afghanische Verfassung – Afghanisches Familien- und Erbrecht – Ägyptische Verfassung – Ägyptisches Familien- und Erbrecht – Tunesisches Familienrecht – Paschtunwali – Afghanisches Gewohnheitsrecht – Talaq –Scheidung – Ethnizität – Rechtspluralismus.