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Modell-Platonismus in der Ökonomie

Zur Aktualität einer klassischen epistemologischen Kritik

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Jakob Kapeller

Der Philosoph und Ökonom Hans Albert artikulierte in den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts unter dem Titel des «Modell-Platonismus» eine weitreichende Kritik an dem in der Ökonomie vorherrschenden Modelldenken. In diesem Kontext demonstriert diese Arbeit die anhaltende Relevanz dieser Kritik an der neoklassischen Ökonomie. Darüber hinaus wird diese an entscheidenden Stellen erweitert und ergänzt: So werden die spezifischen Kritikpunkte Alberts auf allgemeine Strukturprinzipien neoklassischer Theorie zurückgeführt, die eine Immunisierung gegenüber Kritik systematisch forcieren. Ergänzung findet diese Auseinandersetzung, die Struktur und Aufbau neoklassischer Modelle aus einer philosophischen Perspektive analysiert, durch eine kritische Reflexion institutioneller Abläufe und empirischer Praktiken ökonomischer Forschung.
Inhalt: Hans Alberts klassische Modell-Platonismus Kritik – Analyse ökonomischer Modelle aus philosophischer und praktischer Sicht – Identifikation von Kritikimmunisierungsstrategien neoklassischer Theorie – Diskussion und Reflexion unterschiedlicher Modellverständnisse – Evaluierung konkreter ökonomischer Modelle – Identifikation von methodologischen Strukturprinzipien neoklassischen Modelldenkens.