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Entdeckung oder Konstruktion?

Die Astroteilchenphysik und die Suche nach der physikalischen Realität

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Francisco Soler Gil

Werden die Phänomene der Physik entdeckt oder eher konstruiert? Wenn die physikalischen Phänomene als Konstruktionen zu verstehen sind, dann ist die Physik nichts anderes als eine nützliche Fiktion, ohne jegliche Relevanz für die Charakterisierung einer vermeintlich «realen» Natur. Ist dies der Fall? In diesem Buch werden zwei Thesen vertreten: 1. die These, dass die Astroteilchenphysik ein sehr geeigneter Bereich für die Prüfung des Streites zwischen Realismus und sozialem Konstruktivismus bezüglich der physikalischen Phänomene ist; und 2. die These, dass die Naturwissenschaften sich unterschiedlich entwickeln sollten, je nachdem, ob die naturwissenschaftliche Forschung einer realistischen oder einer konstruktivistischen Dynamik folgt. Neben der Darstellung der wichtigsten Elemente der Astroteilchenphysik und der Zusammenfassung der Indizien für die Beurteilung der realistischen und sozialkonstruktivistischen Ansätze zum gegenwärtigen Stand dieser Disziplin liefert dieses Buch einige konkrete Beispiele von Entwicklungen in der Astroteilchenphysik, die in der nahen Zukunft unterschiedlich verlaufen sollten, je nachdem, ob die Physiker ihre Forschung im Sinne des Realismus oder im Sinne des sozialen Konstruktivismus verfolgen.
Inhalt: Science wars – Wissenschaftlicher Realismus – Sozialer Konstruktivismus – Phänomene, Experimente, und theoretische Modelle in der Astroteilchenphysik – Die MAGIC-Kollaboration – Kalibrierung – Datenanalysen – Die IceCube Kollaboration – Dynamik der physikalischen Forschung – Weltbild der Physik – Gesellschaftliche Kräfte – Philosophie der Experimentalphysik.