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Die politische Rolle der Deutschen aus den böhmischen Ländern in Wien 1804-1918

Studien zur Migration und zum Wirken politisch-administrativer Eliten

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Manfred Fleischer

Die Arbeit untersucht in ihrem ersten Teil die geographische Herkunft von in Wien tätigen politisch-administrativen Eliten und die bei ihrer Migration wirksamen Abwanderungs- und Zuwanderungsursachen. Im zweiten Teil des Buches wird das politische Engagement der Deutschen aus den böhmischen Ländern in Wien vom Vormärz bis zum Ende der Monarchie detailliert nachgezeichnet. Die gemeinsame Herkunft aus einer Region, die vom deutsch-tschechischen Nationalitätenkonflikt, von der Industrialisierung und ihren sozialen Folgen, aber auch von nur hier anzutreffenden mentalen Faktoren zutiefst geprägt war, beeinflußte das politische Wirken dieser Personengruppe in hohem Maße. Insofern kommt in Bezug auf das politische Verhalten von Menschen deren regionaler Herkunft eine wesentlich größere Erklärungskraft zu als bislang angenommen.
Aus dem Inhalt: Geographische Herkunft von in Wien tätigen politisch-administrativen Eliten - Wirtschaftsstruktur der cisleithanischen Kronländer und Zentralität Wiens als Wanderungsfaktoren - Kolowrat als innenpolitischer Opponent Metternichs - Rolle der Deutschen aus den böhmischen Ländern in der Revolution von 1848 - im Neoabsolutismus - in der Außen-, Verkehrs-, Wirtschafts-, Rechts-, Bildungs- und Kirchenpolitik 1848 bis 1918 - Gedanke eines Anschlusses «Österreichs» an «Deutschland» 1848, 1918, 1938.