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Die Haltungskongruenz als erkenntnis- und handlungsleitender Indikator in einem familientherapeutischen Prozeß

Analyse von videogestützter Datenkonstitution und Hypothesenbildung in der systemischen Therapie

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Brigitte Löhr-Heinemann

Das Erkennen von typischen Mustern einer problematischen Lebenspraxis von Einzelnen, Paaren und Familien ist das Ergebnis eines Prozesses, an dem Therapeuten und Klienten beteiligt sind. Die Autorin zeigt auf, daß Berücksichtigung der Haltungskongruenz die Hypothesenbildung des Therapeuten unterstützen kann. Haltungskongruenz, als Zeichen von Übereinstimmung mit einer Person, steht im Zusammenhang zu dem momentan gesprochenen Wort (Thema), zu dem «eine Haltung eingenommen wird». Am Beispiel eines per Video aufgenommenen Therapiegespräches wird gezeigt, daß die Entscheidung der Personen, welche Haltung sie zu welchem Text einnehmen, insbesondere dann aufschlußreich ist, wenn es sich um Streitgespräche handelt. Der auf diese Weise gewonnene Eindruck über die Familienstruktur konvergiert mit den Ergebnissen einer Genogrammanalyse und einer Textanalyse nach der Methode der objektiven Hermeneutik.
Aus dem Inhalt: Klinische Soziologie - Professionalisierungstheorie - Objektive Hermeneutik - Systemische Familientherapie: Fallbeispiel - Umfrageergebnisse: Videoaufzeichnungen in der Therapie - Genogrammanalyse (3 Generationen) - Gezielte Analyse nonverbalen Verhaltens bei Haltungskongruenz.