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Religiöse Erziehung in den Anstalten für Geistesschwache

Zu den Anfängen eines differenzierenden Religionsunterrichtes

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Reinhard Thoma

Die Untersuchung ist einem bisher vergessenen Teilbereich der Geschichte der Religionspädagogik gewidmet. Bislang blickte diese fast ausschließlich auf den religionspädagogischen Normalfall. Dagegen soll in dieser Arbeit den Anfängen differenzierender religionspädagogischer Bemühungen für erzieherische Notsituationen - wie im Falle geistiger Behinderung - in den ersten katholischen Anstalten für Geistesschwache nachgegangen werden. Die historische Rekonstruktion der Glaubensunterweisung - fokussiert auf die Hinführung zur Eucharistie - von Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung wird von folgenden Fragestellungen geleitet: Wovon wird die Katechese in den Anstalten inhaltlich und methodisch bestimmt? Ist es die Heilpädagogik? Sind es die behinderten Kinder mit ihren speziellen Lern- und Lebensbedürfnissen und Erfahrungen? Ist es die Theologie? Oder wird eine Konvergenz der drei Perspektiven angestrebt?
Aus dem Inhalt: Die Glaubensunterweisung von Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Zulassung zum Empfang der Kommunion bis zur Zeit der Anstaltsgründungen (Mitte des 19. Jhs.) - Zur Praxis und Theorie des Religionsunterrichtes und der Hinführung zu den Sakramenten in den katholischen Anstalten für Geistesschwache.