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Kavaliersverhalten und evolutorische Selektion

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Berthold Weber

Daß Normen das Entscheidungsverhalten beeinflussen ist weithin bekannt. Ihre modelltheoretische Darstellung gestaltet sich jedoch oft schwierig. Am Beispiel des Kampf-der-Geschlechter (KDG) Spiels und den Methoden der evolutorischen Spieltheorie stellt diese Arbeit in mehreren Variationen dar, wie aus dem Koordinationsproblem des KDG Spiels dominante Strategien resultieren. Simulationen heben die Bedeutung des Faktors Zeit bei der Realisierung dieser Gleichgewichte hervor. Vervollständigt wird die Untersuchung durch eine Serie von Experimenten. Die Arbeit stellt damit dar, wie in Spielen mit multiplen Gleichgewichten das Koordinationsproblem überwunden werden kann. Der Ansatz läßt sich gleichsam für Erklärungen abwandeln, wie im Gefangenendilemma das Nicht-Kooperationgleichgewicht überwunden werden kann.
Aus dem Inhalt: Definition des Kavaliersverhaltens - Selektionsprozesse auf Basis der evolutorischen Spieltheorie - Bestimmung von Gleichgewichten - Klassifikation von Gleichgewichten nach Bomze - Simulation von Anpassungsprozessen - Experimentelle Untersuchung von Anpassungsprozessen in Populationen.