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Betriebliche Anreize, außerbetriebliche Rahmenbedingungen und Krankenstand

Ein handlungstheoretisches Konzept und empirische Evidenzen zur Erklärung des Krankenstands der Arbeitnehmer

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Norbert Reinwald

Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Formulierung eines handlungstheoretischen Konzepts zur Erklärung des Krankenstands der Arbeitnehmer und das Aufzeigen diesbezüglicher empirischer Evidenzen. Krankmeldungen der Arbeitnehmer werden dabei als Kooperationsprobleme im Rahmen von Arbeitsverhältnissen analysiert. Sie stellen für die Arbeitnehmer eine Möglichkeit dar, angesichts der unvollständigen Spezifizierung von Arbeitsverträgen ihre tatsächlich erbrachte Arbeitsleistung zu beeinflussen. Gleichzeitig verfügen die Arbeitgeber über Spielräume, die Gestaltung nichtmonetärer und monetärer Beschäftigungsbedingungen zur Schaffung einer anwesenheitsförderlichen betrieblichen Anreizstruktur zu nutzen. Die empirischen Ergebnisse zeigen, daß diesbezügliche Möglichkeiten bestehen und daß ein handlungstheoretischer Zugriff einen wichtigen Beitrag zu einer theoriegeleiteten Krankenstandsforschung zu leisten vermag.
Aus dem Inhalt: Krankmeldungen als Handeln von Arbeitnehmern in Arbeitsverhältnissen - Modellierung der Handlungssituation: Arbeitsverhältnisse als spezielle Tauschverhältnisse, mikroökonomische Theorie, Principal-Agent-Ansatz, Spieltheorie und medizinsoziologische Überlegungen - Empirische Untersuchung in einer mittelständischen Branche mit industrieller Fertigung; Schwerpunkt betriebliche Anreize - Evidenzen für die Validität des bei Betriebsbefragungen eingesetzten Konzepts der Key-Informanten.