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Individuelle Wertorientierungen und Kulturstandards im Ausland

Theorie, Empirie und Anwendung bei der Auslandsentsendung von Managern

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Claudia Feichtinger

Diese Arbeit nähert sich den Themen Kulturvergleich und interkulturelles Management auf den Ebenen der Theorie, der Empirie und der Anwendung beim Auslandseinsatz von Mitarbeitern (Expatriates). Das Konzept emisch-bilateraler/systemischer Kulturstandards wird als präferierter Ansatz für interkulturelle Forschung erarbeitet und den Forschungsarbeiten über Kulturdimensionen gegenübergestellt. Emisch-bilaterale/systemische Kulturstandards erfassen Kulturunterschiede differenzierter und aus der jeweiligen kulturellen Perspektive heraus. Dies sind Schwachstellen der universell angelegten Kulturdimensionen. Kulturstandards als prototypische kulturelle Orientierungen wie auch individuelle Abweichungen davon werden exemplarisch anhand des empirischen Kulturvergleichs Österreich-USA getestet. Es zeigt sich, daß Personen, deren individuelle Wertorientierungen den ausländischen Kulturstandards gut entsprechen, weniger Mißverständnisse und konflikthafte Situationen im Ausland erleben. Sie sind eher gewillt, den Auslandsaufenthalt fortzusetzen als Personen, deren Wertorientierungen von den fremdkulturellen Kulturstandards stark abweichen. Studien weisen auf einen hohen Prozentsatz «fehlgeschlagener», weil abgebrochener Auslandsentsendungen hin, die den Unternehmen hohe Kosten verursachen und für die betroffenen Mitarbeiter große Probleme darstellen. So birgt die Arbeit wichtige Anregungen und Aufschlüsse für die Auswahl von Expatriates und deren Vorbereitung für den Auslandseinsatz.
Aus dem Inhalt: Kulturdimensionen (Hofstede, Trompenaars, Hall/Hall) und Kulturstandards (nach A. Thomas) - Kulturstandards und Konstruktivismus - Kulturstandards und Systemtheorie - Bilateraler Kulturvergleich Österreich-USA - US-Kulturstandards aus österreichischer Perspektive - Auslandseinsatz von Mitarbeitern und interkulturelles Training.