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Im Osten nichts Neues?

Eine pragmalinguistisch-semiotische Analyse ausgewählter Werbeanzeigen für Ostprodukte im Zeitraum 1993 bis 1998

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Angelika Hennecke

Die Auswirkungen der deutschen Wiedervereinigung sind im gesamten Bereich der Kommunikation spürbar. Der Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit ist die werbliche Kommunikation für die sogenannten «Ostprodukte» in den Printmedien. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob sich aufgrund der unterschiedlichen Sozialisation andere Werte und Normen für die Ostdeutschen ausmachen lassen und in welcher Form dies in der Werbekommunikation einen Niederschlag findet. Der Nachweis der kulturellen Determination von Werbetexten erfordert ein integratives Modell zur Textanalyse, das den engen Rahmen rein linguistischer Kategorien verläßt und eine Integration mit anderen Bereichen wie der Semiotik, Pragmatik und Soziologie versucht. Damit wird es möglich, der Forderung nach einer interdisziplinären Öffnung der Fachtextlinguistik zu entsprechen. Die empirischen Fallstudien ergaben durchaus spezifische Charakteristika und Vertextungsstrategien, die auf das eigene Lebensgefühl und die Werte der Ostdeutschen abheben.
Aus dem Inhalt: Sozio-politischer Hintergrund - Charakterisierung der Formen und Arten von Werbung - Werbung - Kultur - Kommunikation - Entwicklung eines instrumentellen Kulturbegriffs sowie einer semiotischen Textdefinition - Bestandsaufnahme und Analyse der Werbestrategien für die neuen Bundesländer - Entwicklung eines pragmalinguistisch-semiotischen Modells zur Textanalyse - Verbindung von Konzepten der kommunikationsorientierten Textlinguistik mit Kategorien der Semiotik und Pragmatik - Empirische qualitative Fallstudien für ausgewählte «Ostprodukte».