Show Less
Restricted access

Die Darstellung des «antifaschistischen Widerstandes» in der Kinder- und Jugendliteratur der SBZ/DDR

Series:

Karin Wieckhorst

Die Arbeit zeigt, daß der «antifaschistische Widerstand» das zentrale identitätsstiftende Konzept von SBZ und DDR war. Die ideologische Einseitigkeit führte zu einer literaturästhetischen Einfachheit in der Darstellung des «antifaschistischen Widerstandes» in der Kinder- und Jugendliteratur, die damit zur «Erfüllungsliteratur» wurde und mit dazu beitrug, das offizielle Geschichtsbild zu verfestigen. Der Parteiauftrag, das Faschismusverständnis der SED ästhetisch umzusetzen, produzierte eine schablonenhafte Widerstandsliteratur, die dem deutschen Widerstand in seiner ganzen Bandbreite nicht gerecht wurde.
Der beachtliche Anteil von Titeln zur «antifaschistischen» Widerstandsliteratur markiert die Dominanz des Widerstandes innerhalb der Kinder- und Jugendliteratur zum Thema Nationalsozialismus. Wesentlicher Bestandteil der Untersuchung ist die umfangreiche Spezialbibliographie.
Aus dem Inhalt: «Antifaschistischer Widerstand» als identitätsstiftender Mythos – Der Erziehungsauftrag der Kinder- und Jugendliteratur in der DDR – Widerstandsliteratur im Zeichen des «Kalten Krieges» – Widerstandserzählungen als literarische Leitbildproduktionen – Widerstand als politische Tat, als Alltagshandlung und Abenteuer – Spezialbibliographie der Primärliteratur.