Show Less
Restricted access

Paradoxa in der Entwicklung der Kommunikationsgesellschaft

Warum durch qualitative Defizite von Interaktivität und Körperlichkeit in den gesellschaftlichen Kommunikationsstrukturen trotz oder gerade wegen globaler informationstechnischer Vernetzung und massenmedialer Diskurse kein kommunikativ reicheres Leben erz

Series:

Tanja Schnider

Ist das Leben im Zeitalter der Kommunikation im Gegensatz zu früheren Epochen ein kommunikativ reicheres geworden? Werden die Voraussetzungen für existentielle Funktionen von Kommunikation, wie etwa das Stiften von Sinn, Gemeinsamkeit und Orientierung, heutzutage eher gewährleistet?
Eine Analyse lässt erkennen, dass die quantitative Steigerung von Informations- und Kommunikationstechnologien keine parallel dazu verlaufende qualitative Verbesserung der Kommunikation bewirkt hat. Vordergründig lässt sich dies durch Defizite von Interaktivität und Körperlichkeit begründen. Dahinter verbirgt sich die Verankerung in der paradoxen und selbstzerstörerischen Grundstruktur unserer Zivilisation. Um den ambivalenten Ergebnissen unserer Kommunikationskultur entgegenwirken zu können, müssen nun kommunikationsökologische Ansätze in Betracht gezogen werden.
Aus dem Inhalt: Die Entwicklung zur Kommunikationsgesellschaft – Medien- und Kommunikationsrevolutionen – Interaktivitäts- und Körperlichkeitsdefizite in den gesellschaftlichen Kommunikationsstrukturen – Paradoxe Ergebnisse kommunikationstechnologischer Fortschritte – Die Frage nach dem kommunikativ reicheren Leben – Sinn, Gemeinsamkeit und Orientierung – Eine neue Kommunikationskultur durch kommunikationsökologisches Bewusstsein.