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Die Systematik des § 823 I BGB im Deliktsrecht

Zugleich ein Beitrag zu den Verkehrspflichten

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Wolfgang Bengen

Ziel dieser Arbeit ist es, eine widerspruchsfreie und schlüssige Struktur der Grundnorm des deutschen Deliktsrechts herauszuarbeiten. Ausgangspunkt ist eine Betrachtung von Sinn und Zweck dieses Rechtsinstitutes. Hierauf aufbauend wird unter Anwendung der klassischen civilistischen Methodik des 19. und 20. Jahrhunderts, also dogmatischer und systematischer Mittel, eine moderne Struktur der deliktischen Haftungsbegründung entwickelt.
Das überraschende Ergebnis ist nicht nur eine Abkehr vom bisher praktizierten Prüfungsschema, sondern auch die Entwicklung eines eigenständigen zivilistischen Verschuldensbegriffes, die Trennung von Schuld und Verschulden und in der Folge eine Aufwertung der Schuldprüfung. Die Überlegungen zur Rechtswidrigkeit führen zu einem Erklärungsansatz, der Verkehrspflichten und Garantenstellungen als dem Deliktsrecht immanentes, variables Pflichtensystem begreift.
Aus dem Inhalt: Die Arbeit formiert, ausgehend von einer teleologischen Betrachtung, das System der deliktischen Haftungsbegründung neu. Durch einen neuen Prüfungspunkt werden subjektive Merkmale auf allen Prüfungsebenen eingeführt. Zudem ergibt sich ein dogmatischer Erklärungsansatz der Verkehrspflichten.