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Die Reinhardsbrunner Geschichtsschreibung im Hochmittelalter

Klösterliche Traditionsbildung zwischen Fürstenhof, Kirche und Reich

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Stefan Tebruck

Die Studie von Stefan Tebruck zur hochmittelalterlichen Reinhardsbrunner Geschichtsschreibung ist jenem Anonymus gewidmet, der im ausgehenden 12. und frühen 13. Jahrhundert im Hauskloster der ludowingischen Landgrafen von Thüringen eine «Gründungsgeschichte» seiner Abtei verfaßt sowie umfangreiche «Historien» über das politische, kirchliche und religiöse Geschehen seiner Zeit hinterlassen hat. Das Werk des Reinhardsbrunner Autors spiegelt das Bemühen wider, das Traditions- und Selbstverständnis des in eine tiefe Krise geratenen Benediktinerkonventes zu erneuern. Die Untersuchung wirft damit ein neues Licht auf die historiographische Überlieferung aus Reinhardsbrunn und vermittelt wichtige Impulse für die Erforschung der hochmittelalterlichen Geschichtsschreibung. Zugleich stellt sie einen zentralen Beitrag zur thüringischen Landesgeschichte und zur Reichsgeschichte der späten Stauferzeit dar.
Aus dem Inhalt: Der Stand der Forschung zur Reinhardsbrunner Geschichtsschreibung – Die «Reinhardsbrunner Gründungsgeschichte»: Eine verlorene Quelle aus dem späten 12. Jahrhundert – Die «Reinhardsbrunner Historien»: zeitgenössische Berichterstattung zwischen 1187 und 1217.