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Gruppenspezifisches Stereotyp

Ein Modell der Einbettung in die Textproduktion - An russischem, polnischem und deutschem Material

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Magdalena Telus

Das Buch widmet sich solchen bislang ungelösten Fragen der Stereotypenforschung wie der Entstehung der sozialen Topik, den Funktionen der Stereotype bei der sozialen Kategorisierung oder dem Mechanismus der Ausnahme. Stereotype werden als Phänomene der Realisation angesehen, wobei den Sprechern eine Vielfalt von sprachlichen Varianten zur Verfügung steht. Je nach Kontext realisieren die Sprecher die stereotype Zuordnungsrelation zwischen der Gruppen- und der Merkmalsbezeichnung mehr oder aber weniger offensichtlich mit dem Ziel, die Zustimmung der Kommunikationspartner zu erlangen. Zustimmungsfähige Zuordnungsrelationen werden zu sozialen Topoi. Analysen von Prosa- und Pressetexten führen vor, daß die linguistische Stereotypenforschung die traditionellen Sichtweisen der Sozialwissenschaft wertvoll ergänzen kann.
Aus dem Inhalt: Aufgaben linguistischer Stereotypenforschung – Stereotype und Identität – Stereotypisierende Strukturen in Presse, Literatur, Bildung, Wissenschaft und Philosophie – Semantisch-syntaktische Variabilität der Stereotype – Prä- und postmodernes Stereotypisieren.