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Sprachkontakt und Sprachkonflikt in Paraguay

Mythos und Realität der Bilinguismussituation

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Daniela Fasoli-Wörmann

Paraguay gilt als Paradebeispiel für eine Gesellschaft, in der auf nationaler Ebene eine stabile und konfliktfreie Zweisprachigkeit der Sprachen Spanisch und Guaraní existiert. Dieses Stereotyp wird anhand der Ergebnisse einer Sprecherbefragung kritisch beleuchtet und vor dem Hintergrund der besonderen geschichtlichen und sozialen Bindungen Paraguays analysiert. Auf diese Weise wird ein gegenwartsbezogenes soziolinguistisches Profil der Sprachsituation in Paraguay gezeichnet. Es zeigt sich, daß die diatopische und diastratische Verteilung von Spanisch und Guaraní als konfliktträchtig eingestuft werden muß.
Aus dem Inhalt: Historischer Abriß – Soziokulturelle Rahmenbedingungen – Präsentation der sprachlichen Situation – Methodologische Überlegungen zur Datenerhebung – Sprachökologische Gegebenheiten – Diatopische und diastratische Aspekte der Zweisprachigkeit – Gesellschaftliche Hintergründe des Sprachgebrauchs: Domänen der Sprachen – Sprachbewußtsein – Sprachaufgabe und Sprachtod als Folge des Sprachkonflikts?