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Qualifikationsbedingte Verdrängungsprozesse auf Arbeitsmärkten

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Oliver Prang

Auf dem westdeutschen Arbeitsmarkt haben die Unterschiede zwischen den qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Personen mit geringen formalen Qualifikationen tragen dabei ein deutlich höheres Arbeitslosigkeitsrisiko als Personen mit höheren Qualifikationen. Diese Arbeit untersucht, ob diese Strukturalisierung der Arbeitslosigkeit durch einen qualifikationsbedingten Verdrängungsprozess erklärt werden kann. In diesem Fall wären niedriger qualifizierte Arbeitslose für eine Beschäftigung zwar ausreichend qualifiziert; doch befinden sie sich in einer nachteiligen Arbeitsmarktposition, weil sie mit höher qualifizierten Arbeitslosen um knappe Arbeitsplätze konkurrieren und dabei unterlegen sind. Dieser angebotsseitige Erklärungsansatz wird im Rahmen der Matching-Theorie formalisiert und empirisch analysiert.
Aus dem Inhalt: Die Arbeitsmarktsituation für Qualifikationen in Westdeutschland – Arbeitsqualitäten auf Märkten mit asymmetrischen Informationen – Der Qualitätsstandard als Substitut für Lohnanpassung – Qualifikationsbedingte Konkurrenz des Arbeitsangebots – Matching-Prozess und qualifikationsbedingte Verdrängung – Empirische Analyse zur qualifikationsbedingten Verdrängung auf dem westdeutschen Arbeitsmarkt – Qualifikationsspezifische Matching-Funktionen – Arbeitsmarktpolitische Implikationen.