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Lehrkunst im frühen Christentum

Die Bildungsdimension didaktischer Prinzipien in der hellenistisch-römischen Literatur und im lukanischen Doppelwerk

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Burkhard Orth

Didaktische Prinzipien sind bestimmende Faktoren exemplarischer Lehr- und Bildungsgänge. In einem literarischen Kontext werden sie als sprachliche Gestaltungsformen pädagogisch wirksam. Dieses Buch möchte unter Einbeziehung der antiken Rhetorik und der Erzählforschung die erzieherische und die bildende Dimension ausgewählter didaktischer Prinzipien innerhalb der hellenistisch-römischen Literatur und des lukanischen Doppelwerkes herausarbeiten. Dabei nimmt es ein von der Lukasexegese bisher vernachlässigtes Gebiet in den Blick und fragt nach der Beziehung des literarischen Werkes des Lukas zur antiken Bildung (Paideia). Es stellt sich heraus, daß die unterschiedlichen Facetten lukanischer Lehrkunst ihren Verfasser als pädagogisch versierten Theologen ausweisen, der darum bemüht ist, seinen Zeitgenossen einen spezifisch christlichen Zugang zu der antiken Welt der Bildung auf sprachlichem Wege zu eröffnen.
Aus dem Inhalt: Bildung und Erziehung im Kontext antiker Pädagogik – Hauptprinzipien der Didaktik im literarischen Kontext – Didaktische Zielsetzung des Lukanikums – Befreiung des lukanischen Doppelwerkes vom Vorwurf des Historismus.