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Eine Sache der Ehre

Über die Grundlagen sozialer Prozesse bei den Pashtunen Pakistans und Afghanistans anhand ihrer Heiratsformen

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Jeanne Berrenberg

Heirat ordnet in pashtunischen Gesellschaften die soziale Welt, doch ihre Formen lassen sich mit den Methoden der Verwandtschaftsethnologie allein nicht analysieren. Ausgehend von diesen Schwierigkeiten werden die zentralen Werte untersucht, die im vielschichtigen Konzept der Ehre zusammengefaßt sind und jeden Lebensaspekt bestimmen. Alttestamentarische Grundlagen, historisch-politische Erfahrung, die Konzepte von Person und gender, öffentliche Interaktionsformen und einige Kernbegriffe islamisch-mittelöstlicher Gesellschaftsvorstellungen kommen zur Sprache. Der Text arbeitet grundlegende Kategorien des Denkens heraus, eine «Weltsicht», die verständlich macht, wie und auf welchen Annahmen basierend soziale Prozesse aller Art in ihrer spezifischen Form ablaufen.
Aus dem Inhalt: Heirat in pashtunischen Gesellschaften – Exkurse: Genesis und die Entkoppelung von Heirat und Verwandtschaft – Nomadismus und Gewalt als kollektive Erinnerung – Islam als Refugium – Ehre als Habitus – Egalität und Statusdifferenz – Das Konzept der Person – Kommunikationsformen im öffentlichen Raum – Das doppelte Gesicht der Ehre.