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«Kabale und Liebe»

Skepsis und Melodrama in Schillers bürgerlichem Trauerspiel

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Der Versuch, an Schillers Kabale und Liebe Momente von gattungspoetischer Skepsis und Melodrama aufzuzeigen, zielt darauf, Qualitäten des Stücks nachzuspüren, die sein historisches Wirkungspotential begründet haben mögen. Es geht also nicht um eine Abwertung eines der Lieblingskinder der deutschen Literaturgeschichte, sondern um die Erklärung eines Erfolgsphänomens. Dieser Erfolg liegt, so die These, in der gekonnten Synthese von gemeinhin als unvereinbar empfundenen Momenten begründet: einer grundsätzlichen Kritik am aufgegriffenen Genre und der konsequenten, aber von einem intellektuellen Diskurs überdeckten Ausschöpfung des dramaturgischen Wirkungspotentials, das dieses Genre geschaffen hat.
Aus dem Inhalt: Peter Szondis Thesen zum Tragischen und zur Soziologie des bürgerlichen Trauerspiels - Forschung und zeitgenössische Rezeption - Die Familie, der Hof und die Liebenden.