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Die Überlieferung der Beda und Egbert zugeschriebenen Bußbücher

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Reinhold Haggenmüller

Die Beda und Egbert zugeschriebenen Bußbücher gehören zum wohl schwierigsten Komplex der gesamten Paenitentialüberlieferungen, da Überlieferung, Autorschaft Verbreitung und Textgestaltung umstritten sind. Der Verfasser geht in gewissem Sinne methodisch neue Wege, indem er die philologische Textkritik mit der Überlieferungsgeschichte verbindet. Die handschriftlichen Zeugen werden zu Textstufen gruppiert, nach Überlieferungsgruppen gebündelt, die Dependenzen zwischen den Textstufen geklärt und für die Handschriften wird eine Verbreitungszeit vom 8. bis 13. Jahrhundert mit breiter räumlicher Streuung aufgezeigt, wobei sich für die einzelnen Textstufen deutliche regionale Schwerpunkte ergeben. Als Heimat der Paenitentialia Bedae und Egberti kommt wohl ein kontinentales, aber angelsächsisches beeinflußtes Bildungszentrum, vielleicht Kloster Lorsch, in Betracht.
Aus dem Inhalt: Überlieferungszeugnisse (Handschriften, Verweise in mittelalterlichen Bibliothekskatalogen, Drucke) - Gruppierung der Überlieferungszeugnisse und der verschiedenen Textstufen - Abhängigkeitsverhältnisse der Textstufen - Zeitliche und räumliche Verbreitung der Beda-Egbertschen Bußbücher.