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Studien zur Spinozarezeption in Deutschland im 18. Jahrhundert

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Rüdiger Otto

Im 1. Teil dieser Arbeit wird nach der Darstellung der verschiedenen Kommunikationswege spinozanischer Ideen die Reaktion auf das Denken Spinozas untersucht. Mit dem Terminus Spinozismus stand ein Begriff zur Verfügung, mit dem Abweichungen vom traditionellen Denken angezeigt werden konnten. Die Analyse des Begriffsgebrauchs belegt, daß Spinozismus nicht als beliebig anwendbarer Ketzertitel eingesetzt wurde, sondern einerseits identitätstheoretischen und andererseits deterministischen Denkfiguren vorbehalten war. Der zweite Teil behandelt den Streit um die Bedeutung und das richtige Verständnis Spinozas, der in den achtziger Jahren des 18. Jahrhunderts ausgetragen wurde. Anhand von systematisch orientierten Einzelstudien werden die unterschiedlichen Positionen insbesondere der weniger bekannten Autoren rekonstruiert.
Aus dem Inhalt: Bekanntwerden Spinozas in Deutschland - Spinozismus als Ketzerbegriff im Kontext mystisch-identitätstheoretischen und deterministischen Denkens - Der Streit um Spinoza als Ausdruck weltanschaulicher Differenzierungen.