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Intermedialität – Identitäten – Literaturgeschichte

Beiträge zum vierten Kolloquium des Jungen Forums Slavistische Literaturwissenschaft, Freiburg im Breisgau 2001

Series:

Alfred Gall, Daniel Henseler, Alexander Wöll and Carolin Heyder

Der Sammelband dokumentiert die vierte Tagung des Jungen Forums Slavistische Literaturwissenschaft (JFSL), die vom 2. bis 4. März 2001 in Freiburg im Breisgau stattfand. Der Band gewährt Einsicht in aktuelle Forschungsprojekte jüngerer Slavisten und Slavistinnen und belegt die vielfältigen methodischen Ansätze, die in der Slavistik Anwendung finden. Beziehungen zwischen unterschiedlichen Medien, Aspekte kultureller Identitäten und Probleme der Literaturgeschichte werden in den Beiträgen an Beispielen aus verschiedenen slavischen Literaturen und in breiter zeitlicher Auffächerung untersucht.
Aus dem Inhalt: Christine Gölz: «Die Ikone gegen den Spiegel schlagen». Selbstkonstruktionen Russlands von Čaadaev bis Ter-Oganjan – Gudrun Heidemann: Trainspotting: Il’ja Ėrenburgs und Vladimir Nabokovs Heimatentzug – Dorothea Gieselmann: Alltag und Film im Stalinismus. Unterhaltungsfilme als Topos in Texten von Bulat Okudžava und Gustaw Herling-Grudziński – Tom Jürgens: Der Mensch im Archiv. Foto-Identität und Foto-Identifizierung bei Vladimir Nabokov – Christiane Hauschild: Gender Trouble - Zum Status ‘weiblicher’ / ‘männlicher’ Subjektivität in der Literaturwissenschaft – Mirjam Finkelstein: Zur Frage der weiblichen literarischen Traditionsbildung - Beförderung und Behinderung weiblichen Schreibens in Russland – Ulrike Goldschweer: Kommunismus und die Utopie der Schönheit: Frauengestalten in Ivan Efremovs «Andromedanebel» (1957) – Ursula Stohler: Parodie als Mittel der dichterischen Selbstbestimmung - Untersuchungen zu Bunina und Pospelova – Stephan-Immanuel Teichgräber: Strukturelle Parallelen zwischen russischen und byzantinischen Herrschern in den historischen Texten – Mirja Lecke: Konstruktion sozialer Identität. Sprache und Roman in Polen um 1800 – Alexander Kratochvil: Parallelen in der Sprache der ukrainischen Literatur der 1920er und 1990er Jahre – Manfred Schruba: «Ženoklub»: Petersburger literarische Salons der 1910er Jahre – Daniel Henseler: Versteinerung und Auflösung: Anna Achmatovas «Requiem» – Dagmar Steinweg: Erinnern heißt sterben - die Wiederholung des poetischsten aller Themen. Tod, Poetik und Weiblichkeit in Texten Mandel’štams – Ute Stock: Exil und Paradiesverlust - Cvetaevas Ethik für den Dichter im Diesseits – Björn Seidel-Dreffke: Theosophische Weltdekodierung in M.A. Vološins «Lunaria» – Nina Balz: (Ne) v skazke skazat’: Überlegungen zu einer Definition des Kunstmärchens – Tom Kraft: Der Anonymus im «Geroj našego vremeni» als Gutachter für adäquate Interaktion.