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«Poets and Great Audiences»

Amerikanische Dichtung in Anthologien, 1745-1950

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Daniel Göske

To have great poets, there must be great audiences, too. Whitmans Diktum artikuliert einen für die amerikanische Dichtung ebenso folgenreichen wie fragwürdigen Anspruch. Nirgendwo wird dies so deutlich wie in den einflußreichen Anthologien zwischen 1745 und 1950. Ihre Versionen der poetischen Tradition spiegelten und prägten das kulturelle Selbstverständnis der Nation, gaben der literaturkritischen Debatte wesentliche Impulse und boten jungen Autoren Orientierung. Diese Studie, die sich auch auf Verlagsarchive, Autorenbriefwechsel und zeitgenössische Pressetexte stützt, untersucht Genese, Profil und Wirkung der wichtigsten Sammelprojekte und situiert sie im Kontext der amerikanischen und transatlantischen Lesekultur. So öffnet sich – diesseits essentialistischer Thesen und ideologischer Kanondebatten – der Blick auf die historische Vielfalt der angloamerikanischen Dichtung.
Aus dem Inhalt: Die Anthologie in der amerikanischen Kulturgeschichte – Literarische Unabhängigkeitsbestrebungen in der jungen Republik – Transatlantische Impulse und europäische Entwürfe vor 1842 – Griswolds Kampagne für eine nationale Poesie – Anthologien vor dem Durchbruch der Moderne – Ensembles der frühen Moderne – Monroes New Poetry (1917-1932) – Die Dichter und der textbook trust – Tradition und Moderne um 1930 – Untermeyers Modern American Poetry (1919-1950) – Die Anthologie als Impuls für Dichtung, Kritik und Forschung.