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Wandlungen der «graziosa luna» Leopardis in der italienischen Lyrik des 20. Jahrhunderts

Übernahme – Parodie – Neuschöpfung

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Anja Schulting

Der Mond als ein typisches Motiv der Romantik findet in der Lyrik Giacomo Leopardis zu einer einzigartigen Ausprägung. Die Studie zeigt auf, dass der Himmelskörper auch in der italienischen Lyrik des 20. Jahrhunderts eine rege Umsetzung findet. Verbindungen zu den Motiv-Merkmalen Leopardis sind erkennbar. Angepasst an die (literarische) Aussagewirklichkeit des 20. Jahrhunderts, zeigen sich diese Beziehungen sowohl in Formen der Übernahme als auch der Ablehnung und Parodie. Auch dort, wo die Motiv-Konstituenten der Monddichtung Leopardis nicht mehr nachweisbar sind, wird mit Hilfe des Mondes ein authentisches Sprachrohr für manch unromantische Aussageabsicht geschaffen.
Aus dem Inhalt: Wegbereiter: der Mond bei Leopardi, Pascoli und D’Annunzio – Motivkonstanz durch Übernahme und Parodie – Das Verblassen der Vorbilder und der Mond aus neuer Sicht.