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Zur Instrumentalisierung von Geschichte in der französischen Ergonymik

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Ursula Picker

Die synchrone formale und funktionale Analyse von Namen stellt ein wesentliches Desiderat in der Onomastik dar, die sich bisher vor allem mit diachronischen Fragestellungen auseinandergesetzt hat. Dieser Aufgabe kommt die Studie nach, die sich mit französischen Ergonymen (Firmen- und Warennamen) beschäftigt, die dem kulturhistorischen Bereich entstammen. Im Zentrum der Diskussion stehen dabei die unterschiedlichen Verwendungsregeln, wobei der werbende und expressive Effekt der Benennungen zweifellos die Hauptfunktion darstellt, werden kommerzielle Namen doch gerade mit dem Ziel der Gewinnoptimierung einer Firma gebildet. Zudem ist speziell die Referenz auf Historie als Werbemittel insofern interessant, als sie Aufschlüsse über Wertvorstellungen einer Sprachgemeinschaft – in diesem Fall über die im europäischen Kontext einzigartige Einstellung Frankreichs zu seiner Nation und Geschichte – zuläßt.
Aus dem Inhalt: Theoretischer Teil: Status und Funktionen des Nomen Proprium; außersprachliche und innersprachliche Stellung des Ergonyms; der pragmatische Aspekt des sprachlichen Zeichens – Praktischer Teil/Korpusanalyse: Typologie, Symbolfunktion, Appellfunktion und Symptomfunktion der Ergonyme – Korpus: Politik und Militär, Wissenschaft, Wirtschaft, Kirche und Kultur; Literatur; Bildende Künste; Musik.