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Popularmusik und Kirche – Positionen, Ansprüche, Widersprüche

Dokumentation des Zweiten interdisziplinären Forums in der Akademie Loccum vom 26. bis 28. Februar 2002

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Wolfgang Kabus and Theologische Hochschule

Dieser Band ist die Dokumentation des Zweiten interdisziplinären Wissenschaftsforums Popularmusik und Kirche – Positionen, Ansprüche, Widersprüche (Februar 2002 in der Akademie Loccum). Es wandte sich an Wissenschaftler und Praktiker, Theologen, Kirchenmusiker und Popularmusiker. Das Forum unternahm den Versuch, den Platz der Popularmusik in der Kirche theologisch, kirchenmusikalisch und kulturanthropologisch abzustecken, aber auch kritisch zu hinterfragen. Die Dokumentation begreift die Popularmusik als Signatur unseres postmodernen Zeitalters, als ein Phänomen, das auch das kulturelle Innenleben der Kirche(n) grundlegend verändert. So wird die Forderung nach kultureller und popmusikalischer Kompetenz in der theologisch-kirchenmusikalischen Diskussion auch immer lauter. Ein wacher Sinn für Gegenwartskultur ist nötig, um die weit ausdifferenzierte Pluralität mit ihren religiösen und popkulturellen Verknüpfungen wahrzunehmen. Kirche und Kirchenmusik werden darauf reagieren müssen, aber anders, vielfältiger, als sie es bisher taten. Der Hinweis, Kirchenmusik diene eben der Verkündigung, reicht nicht mehr aus (Bubmann). Es geht um eine neue, erweiterte Perspektive.
Aus dem Inhalt: Wolfgang Kabus: «Es ist Zeit, dass wir uns um das Wesen dieser Kultur kümmern.» Vom Unbehagen der Kirche(n) in der populären Umgebung – Helmut Rösing: Pop in der Kirche? Überlegungen zur Funktion von populärer Musik in der Erlebnisgesellschaft – Heinzpeter Hempelmann: Postmoderne als Anfrage und Herausforderung an die Kirche(n) – Karl-Heinrich Bieritz: Gerüchteküche - Vom Gottesdienst in der Erlebnisgesellschaft – Christa Reich: Kirchenmusik im Kontext der Erlebnis- und Spaßgesellschaft - fragen, antworten, weiterfragen – Jan Koenot: «Hungry for Heaven» - Philosophisch-kulturanthropologische Gedanken zur Popularmusik in ihrer Bedeutung für die Kirche(n) – Ove Volquartz: Flusserfahrung in der Improvisation – Winfried Dalferth: Zur Entstehung und Verbreitung der christlichen Popularmusik – Hartmut Naumann: Unterwegs zu einer Lebenswelt-orientierten Kirchenmusik. Ausbildungsmodelle für christliche Popularmusiker (5 Thesen) – Gerd Buschmann: Popularmusik als Phänomen und Bedeutungsträger sui generis. Marius Müller-Westernhagen: «Jesus» (1998) - Ein Musikvideo als modern-mystisches Andachtsbild der Passionsfrömmigkeit – Gotthard Fermor: Passt Ekstase in die Kirche? - Einige Short Cuts zu Phänomenen ekstatischer Musikreligiosität in Geschichte und Gegenwart – Harald Schroeter-Wittke: Unterhaltung als Theologie - Theologie als Unterhaltung. Thesen zur theologischen Wahrnehmung von Entertainment – Harald Schroeter-Wittke: Blasphemie als Problem der Frömmigkeit. Zur christlichen Wahrnehmung der Verletzung religiöser Gefühle im Horizont von Popmusik (23 Thesen) – Roland Hafen: Ästhetische Dimensionen in den «Niederungen» der Populären Musik. Zu einigen Präsentations-, Wahrnehmungs- und Funktionsmustern in der Populären Musik (8 Thesen) – Hans-Martin Gutmann: «Mehr Feeling bitte!» Drei Thesen zur Popularmusik als Feld ästhetischer Praxis – Wolfgang Kabus: Popularmusik und Kirche - Positionen, Ansprüche, Widersprüche. Schlussbetrachtungen – Cornelia Milatz: Ein Rückblick: «Popularmusik und Kirche - kein Widerspruch». Besprechung der Dokumentation des Ersten interdisziplinären Forums in Bad Herrenalb vom 28. Februar bis 1. März 2000.