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Leerheit und Bewusstsein

Eine religionswissenschaftliche Methode der Auswertung religiöser Erfahrungsbeschreibungen, angewandt auf die Gelug-Tradition des tibetischen Buddhismus

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M. Sebastian Niklaus

Ziel dieser Arbeit ist es, religiöse Erfahrungsbeschreibungen nach empirischem Vorbild auszuwerten. Hierzu wird eine pragmatisch-hermeneutische Methode erarbeitet, wobei moderne Forschungsergebnisse – wie z.B. die spezielle erkenntnistheoretische Situation, die Kontextabhängigkeit von Sprache und die Korrelation von Erfahrungsinhalt und Tradition – berücksichtigt werden. Die entworfene Methode wird auf die Gelug-Tradition des tibetischen Buddhismus angewendet, was zu einer transparenten und präzisen Darstellung ihrer Lehren führt. Entscheidend hierfür ist der Begriff der Relation. Eine darauf aufbauende Analyse von Meditationsanweisungen (auch von tantrischer Literatur) legt schließlich die Annahme nahe, religiöse Erfahrungen allgemein als Erfahrungen von Bewusstsein zu verstehen.
Aus dem Inhalt: Das Verhältnis von Erfahrung und Interpretation – Übersichtliche Anordnung beschriebener Erfahrungsinhalte – Tsong-khapas Darstellung der Prasangika-Philosophie – Die Lehre der Leerheit als Beschreibung lebensweltlicher Erfahrung – Die Analyse von Meditationsanweisungen.