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Kants Theodizeekritik

Eine Auseinandersetzung mit den Theodizeekonzeptionen von Leibniz und Kant

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Kurt Appel

Die Arbeit setzt sich mit der neuzeitlichen Theodizeefrage auseinander. In einem ersten Schritt wird versucht, den genuinen Gehalt der Philosophie von Leibniz darzustellen, dessen Werk für die weitere Diskussion dieser Thematik maßgeblich wurde. Dabei wird aufgewiesen, dass die Argumente von Leibniz empiristischen und fideistischen Bestreitungen einer Theodizee standzuhalten und den Glauben an den allmächtigen und gütigen Gott mit dem Phänomen menschlicher Freiheit in Verbindung zu bringen vermögen. In einem zweiten Schritt werden die Positionen von Kant und Leibniz konfrontiert. Dabei zeigt sich, dass Kant den von Leibniz bezeichneten Weg nicht verwirft, sondern weiterführt und die Theodizeefrage konsequent in der Praxis menschlichen Weltumgangs zu verorten vermag.
Aus dem Inhalt: Die Theodizee von Leibniz – Kontext – Monadenlehre: die Monade als Repräsentation; die Monade als Ich; die Monade als Kraft und substantiiertes Urteil; die prästabilisierte Harmonie der Monaden – Zur Theodizeekonzeption von Leibniz – Theodizee und Freiheit – Die prästabilisierte Harmonie von Natur und Gnade – Kants Theodizeekritik – Kants Kritik der Metaphysik als Ausgangspunkt seiner Theodizeekritik – Kant und Leibniz – Kants Theodizeeschrift – Zum Kantischen Zweckbegriff – «Authentische» und «Doctrinale» Theodizee – Die Postulatenlehre – Grenzen und Erkenntnisse von Kants Theodizee.