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Partnerwahl und intime Freundschaften im Jugendalter

Eine Explorationsstudie unter Einbeziehung theoretischer, sozialhistorischer und erziehungswissenschaftlicher Fragestellungen

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Ralf Osthoff

Die Partnerwahl und der Aufbau intimer gemischtgeschlechtlicher Freundschaften stellen wesentliche Entwicklungsaufgaben dar, die von heranwachsenden Mädchen und Jungen zu bewältigen sind. In einer Zeit, in der Jugendlichen ein weit gesteckter Rahmen für eigene Entscheidungen hinsichtlich der Planung und Realisierung ihres schulischen, beruflichen und privaten Lebens zugestanden wird, erfordert die Suche nach einem geeigneten Freund oder nach einer Freundin und die anschließende Beziehungsgestaltung von den Betroffenen zahlreiche zu erlernende geistige, emotionale und soziale Fähigkeiten. Aus diesem Blickwinkel und aus dem Wissen heraus, dass Partnerschaft ein wesentliches Element der Sozialität des Menschen darstellt, und zudem Jugendliche sich für Beziehungsfragen sehr interessieren, erstaunt es, dass in Deutschland bisher weder in der psychologischen oder soziologischen Jugendforschung noch in sexualwissenschaftlichen Jugendstudien das Thema Partnerwahl und Partnerschaft eine angemessene Berücksichtigung gefunden hat. In der Arbeit wird ein wissenschaftlicher Beitrag zur Beseitigung dieses «blinden Flecks» der Jugendforschung geleistet. Die Abhandlung ist deshalb als interdisziplinäre Erkundungsstudie konzipiert.
Aus dem Inhalt: Psychologische und soziale Rahmenbedingungen der Entwicklung gemischtgeschlechtlicher Freundschaften – Historische Bräuche der Kontaktanbahnung und der Partnerwerbung von Heranwachsenden – Empirische Untersuchungen zur Partnerwahl und zum Partnerschaftsverhalten von Jugendlichen – Partnerschaftserziehung in Jugendarbeit und Schule.