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Gesellschaftliche Exklusionsprozesse beim Übergang in den Ruhestand

Eine theoretische und empirische Mehrebenenuntersuchung der Teilhabe an Erwerbsarbeit und ehrenamtlichem Engagement älterer (Erwerbs-)Personen im Kohortenvergleich

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Dorit Sing

Die demographische Entwicklung führt zu einer deutlichen Belastung der Sozialversicherungssysteme, so dass die Diskussion um die Erhöhung des Zugangsalters zur gesetzlichen Rentenversicherung mehr als begründet erscheint. Vor diesem Hintergrund zeigt die Autorin durch Analysen auf der Makro- sowie auf der Mikroebene und unter Berücksichtigung ökonomischer und soziologischer Ansätze, dass die bisherigen arbeitsmarktbezogenen Ausschlussprozesse älterer Arbeitnehmer kritisch zu hinterfragen sind. Ausgehend von der These der doppelten Exklusion weist sie nach, dass nicht nur die Ausgliederungsprozesse älterer Arbeitnehmer aus dem Arbeitsmarkt in zahlreichen Fällen als unfreiwillig bewertet werden müssen, sondern dass diese sich darüber hinaus auch auf weitere gesellschaftlich relevante Lebensbereiche der Betroffenen – hier untersucht am Beispiel des ehrenamtlichen Engagements – negativ auswirkten.
Aus dem Inhalt: Rahmenbedingungen der Ruhestandsentscheidung: Gesetzliche und empirische Entwicklungen beim Übergang in die Rente – Der Übergang in den Ruhestand aus Sicht ökonomischer und soziologischer Theorien – Empirische Analysen auf der (subjektorientierten) Mikroebene zu gesellschaftlichen Ausschlussprozessen am Ende des Erwerbslebens.