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Angewandte Sprachwissenschaft in der Bundesrepublik Deutschland nach 1945

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Julia Kuhlmann

Mehr Anwendung und Lebensbezug fordert die außerfachliche Öffentlichkeit von einer Wissenschaft immer dann, wenn diese zu autonom und ‘lebensfern’ geworden ist. Das Anknüpfen an gesellschaftliche Problemstellungen stellt dabei auch für die Sprachwissenschaft eine Möglichkeit dar, sich eine breitere öffentliche Resonanz zu verschaffen. Die Entwicklung der deutschen angewandten Sprachwissenschaft im 20. Jahrhundert ist allerdings durch unterschwellige Kontinuitäten, Brüche und Neuanfänge gekennzeichnet, die erst anhand einer kommunikationsgeschichtlichen Untersuchung zahlreicher Quellen erklärbar werden. Dabei werden besonders die 1950er Jahre und die Einbettung der frühen angewandten Sprachwissenschaft in den zeitgenössischen politisch-geschichtlichen Kontext der BRD fokussiert.
Aus dem Inhalt: Die Muttersprache (1949-55) – Sprachwissenschaftliche Aktivitätszentren – Sprachforum: Zukunftsweisendes oder nur kurzlebiges Projekt der angewandten Sprachwissenschaft? – Fachsprachenforschung – Kommunikationsforschung und angewandte Phonetik – Sprachwissenschaft und muttersprachlicher Unterricht – Anwendungsgebiet Deutsch als Fremdsprache – Resonanz durch Lebensbezug: Forderungen nach einer angewandten Sprachwissenschaft durch ein Jahrhundert – Entwicklung der angewandten Sprachwissenschaft.