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Zwischen Mystik und Dialogik

Die poetische Prosa Christian Bobins

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Steffen Keim

Christian Bobin nimmt in der Literatur Frankreichs der neunziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts eine Sonderstellung ein: Als typischer Vertreter der Littérature minimaliste ist er bei gleichzeitiger religiöser Ausrichtung seines Werks in der Tradition des Renouveau catholique bei Kritik, Wissenschaft und Leserschaft gleichermaßen umstritten. Die Studie enthält neben einer ideengeschichtlichen Begründung der thematischen Widersprüchlichkeit seines Werkes auch eine ausführliche Stilanalyse des poetischen Charakters seiner Prosa sowie Einzelinterpretationen der bisher erschienenen Romane, in deren Zentrum die Frage nach einer Entwicklung im Werk des Autors steht.
Aus dem Inhalt: Literarhistorische Einordnung Christian Bobins zwischen Minimalismus und Renouveau catholique – Gattungstheoretische Grundlage: Drei allgemeine Wesensmerkmale poetischer Prosa – Die Themen, ihre ideengeschichtliche Verortung und der poetische Stil in der essayistischen (Kurz)Prosa: Nichts, Mystik, Liebe, Dialogik und Schreiben – Die fiktionale Ausgestaltung der poetischen Themen in den Romanen Le Très-Bas (1992), La femme à venir (1990), Isabelle Bruges (1992), La folle allure (1995), Geai (1998) und Tout le monde est occupé (1999) – Das Verhältnis von Themenkomplexen und Prosastil.