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Vernunft und Vollkommenheit

Eine Studie zu den Motiven der "Kritik der Urteilskraft</I>

Series:

Sun Kyu Ha

Kants 1790 erschienene Kritik der Urteilskraft ( KdU) importiert und irritiert gleichermaßen, denn die KdU verschränkt anscheinend heterogene Sachgebiete: Von den ästhetischen Urteilen über das Schöne und das Erhabene und von den erkenntniskritischen Grundlagen der Erfahrung der belebten Natur ist dort die Rede, aber auch erstaunlich ausführlich von den Gottesbeweisen. Um gerade die Frage nach der thematischen Einheit der KdU geht es in dieser Untersuchung. Anders als die bisherige Kantforschung aber will sie zeigen, daß und inwiefern die Themen von Kants dritter Kritik, nämlich Ästhetik, Teleologie und Theologie, bereits in der vorkritischen Phase aufs engste miteinander verwoben waren und so sein Denken bestimmten. Damit wird bewiesen, daß in der KdU letztlich das Problem des Grundvertrauens der endlichen Vernunft zur Welt und zu sich selbst zur Verhandlung steht.
Aus dem Inhalt: Metaphysische Denkstrukturen in der Schätzung (1747) – Gedanken über die Weltschöpfung und den Menschen – Kohärenz zwischen Teleologie, Theologie und Ästhetik – Reflexionen auf die Methode der Metaphysik – Die Entdeckung der Realrepugnanz und ihre Folgen – Einheitswahrnehmungen in der Physikotheologie: Kohärenz von Theologie, Teleologie und Ästhetik – Der Begriff der Vollkommenheit im Zusammenhang mit der Moralphilosophie – Der Begriff der Vollkommenheit im Diskurs über das Ästhetische.