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Transformation des kollektiven Arbeitsrechts in der Tschechischen Republik

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Nicole Löblich

Die Tschechische Republik steht kurz vor der Aufnahme in die Europäische Union. Sowohl im Bereich der Arbeitnehmerwirkung im Betrieb und Unternehmen als auch im Bereich der Kollektivvertragsstruktur stellt sich die Frage der Anschlussfähigkeit des Arbeitsrechtssystems in der Tschechischen Republik an den europäischen Integrationsprozess. Hierzu bedarf es genauer Kenntnis der Transformationsleistungen. Die Arbeit untersucht die Charakteristika des sozialistischen Arbeitsrechts vor der Wende 1989 und analysiert vor diesem Hintergrund die einzelnen Entwicklungsstufen des neuen kollektiven Arbeitsrechts in der Tschechischen Republik. Trotz der Einführung eines neuen Kollektivvertragssystems nach der Wende sowie eines pluralistischen Gewerkschaftssystems wirken Konzepte der sozialistischen Zeit noch im reformierten Recht nach. Eine der vorrangigen Aufgaben in der Tschechischen Republik sollten daher eine klare Arbeitsteilung zwischen Arbeitnehmermitwirkung bei unternehmerischen Entscheidungen und Kollektivvertragssystem sowie eine höhere «Repräsentativität» der Arbeitnehmer im Unternehmen und der Ausbau der Tarifautonomie sein.
Aus dem Inhalt: Transformation des kollektiven Arbeitsrechts in der Tschechischen Republik – Grundzüge des Transformationsprozesses (Privatisierung, Liberalisierung, Stabilisierung) – Rechtslage des Arbeitsrechts vor der Wende 1989 und Entwicklung nach der Wende (insbesondere die Rolle der Gewerkschaft / Funktion des Kollektivvertrages).