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«Deutschland» – Im Denken der spanischen Intellektuellen

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Conchi Palma Ruiz

Diese Studie zeigt, dass die Selbstfindung Spaniens, spätestens seit Einzug der Philosophie des krausismo, nicht mehr ohne Deutschland gedacht werden kann. Unamuno, Baroja und Ortega y Gasset gelingt eine andere Art von Erinnerung, die im Unterschied zur traditionellen Historiographie eine Ambivalenz zulässt, bei der die Reste verborgener Traumata mitthematisiert werden. Der Literatur kommt eine besondere Rolle bei der Bildung eines neuen Selbstverständnisses zu, da sie den traditionalistischen Blick in die Geschichte mit der fortschrittlichen, zukunftsorientierten Sicht des Auslandes verbindet. Das homogen verstandene Nationenbild wird zu Gunsten eines heterogenen Nationenverständnisses abgelöst, das widersprüchliche Diskurse in sich vereinen kann, ohne die nationale Einheit zu verlieren.
Aus dem Inhalt: Modernisierungsbestreben und Regenerationswunsch Spaniens – Die Philosophie des krausismo – Geschichte und Nationenbildung – Identität und Selbstverständnis / Identitätsbildung Spaniens – Selbst- und Fremddarstellung – Generación del 98 – Miguel de Unamuno – Pío Baroja – Ortega y Gasset.