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Die Transzendentalien des Seins als onto-theologische Grundsätze des Seienden

Ein Beitrag zu Metaphysik und Anthropologie Bonaventuras

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Gerald Cresta

Die geschaffenen Seienden sind ein Spiegel, in dem die göttlichen Vollkommenheiten ihren Reflex finden, zwar nicht in jeweils gleicher Weise, jedoch ihrer Hierarchie gemäß. Denn die göttlichen Attribute Einheit, Wahrheit, Güte und Schönheit spiegeln sich in den Kreaturen nach deren eigenem Sein; die auf dem Exemplarismus beruhende Analogie des Seins erstreckt sich auf alle seine Vollkommenheiten und folgt derselben Hierarchie der Entitäten: Schatten, Spur, Bild, Licht, den vier Stufen, die in den aufeinander folgenden Schritten des Itinerarium mentis in Deum entwickelt erscheinen. Nach Maßgabe der exemplaristischen Grundlage der Schöpfung können die Seienden nunmehr Reflex des göttlichen Wesens sein, und die diese Seienden innerlich bestimmenden Gesetze sind lediglich eine Nachbildung des inneren Gesetzes ihres göttlichen Kausalprinzips.
Aus dem Inhalt: Das Verhältnis von Philosophie und Theologie in Bonaventuras Denken – Transzendentalien – Terminologie und Quellen – Die dreifache transzendente Kausalität als ontologische Grundlage – Theorie der Zueignungen – Vestigia Dei: Das Sein der Geschöpfe – Imago Dei: Das Sein des Menschen.