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Zur Freiheit befreit (Gal 5,I)

Die moralisch-praktische Relevanz der Rechtfertigungslehre

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Marcus Hüttner

Diese Arbeit befasst sich mit dem Glaubenskonzept der gnadenhaften Rechtfertigung des Menschen. Ausgangspunkt ist die conditio humana, d.h. die Ambivalenz und Endlichkeit menschlichen Lebens. Ein Ansatz, der die Gestaltung von individuellem und gemeinsamem Leben angesichts seiner Brüche und Fragwürdigkeiten sinnvoll ermöglicht, findet sich in den paulinischen Schriften. Die Glaubensperspektive eines gnädigen Gottes, der den Menschen geschenkweise «gerecht macht», bietet sich als Lebensstandpunkt an. Aus theologisch-ethischer Sicht bedeutet dies: Ein von moralischen und vermeintlich heilsnotwendigen Leistungszwängen befreites Glaubensverständnis ermöglicht eine zutiefst humane Lebensgestaltung, motiviert durch die Kraft der befreienden und ermutigenden Liebe Gottes.
Aus dem Inhalt: Anthropologischer Zugang: Die conditio humana – Christliche Rede von der Schuld als Sünde – Zur paulinischen Rechtfertigungslehre – Rezeption der Rechtfertigungslehre – Glaube bei Paulus und im Kontext heutiger Lebensgestaltung – Moralisch-praktische Relevanz der Rechtfertigungslehre.