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Spuren des Sagens

Studien zur jüdischen Hermeneutik in der Literatur

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Dorothee Gelhard

Die Studie versucht, eine methodische Korrelation zwischen moderner und zeitgenössischer literaturwissenschaftlicher Theorie und rabbinischem Midrasch herzustellen; eine Korrelation, die zum Neulesen der literarischen Texte anregen will. Ausgangspunkt ist dabei der biblische Text mit seiner unendlichen Bedeutung. Die jüdische Hermeneutik wird als Arbeit an diesem unendlichen Text verstanden, innerhalb dessen sich die jüdische literarische Kreativität entfaltet. Denn es hat sich herausgestellt, daß die in dieser Studie befragten Autoren ihre Texte mit einer zusätzlichen Bedeutungsschicht unterlegt haben, die zugleich die Auseinandersetzung mit den jüdischen Wurzeln und der Tradition markiert. Als Konsequenz dessen ergibt sich, daß auch über unseren abendländischen «Moderne»-Begriff neu reflektiert werden muß.
Aus dem Inhalt: Juden und das Projekt der Moderne – Midrasch als Interpretationsliteratur – Derridas Midrasch zu Kafka und Celan – Die Torah als Subtext bei Joseph Roth – Fremdheit und Identität bei Nelly Sachs und Agnon.