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Bankenrechnungslegung nach IAS/IFRS – Gläubigerschutz durch Information?

Ein kritischer Vergleich mit den Regeln des deutschen Rechts

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Tobias Schönbeck

Diese Arbeit setzt sich mit den für den Einzelabschluss von Banken relevanten Vorschriften der IAS/IFRS und des deutschen Rechts auseinander. Hintergrund der Untersuchung ist die EU-Verordnung, die kapitalmarktorientierte Unternehmen in der nahen Zukunft zur Erstellung eines Konzernabschlusses nach IAS/IFRS verpflichtet, und die Diskussion um eine darüber hinaus gehende Anwendung des Regel-Sets. Außerdem wird in der Arbeit auf Bestrebungen Bezug genommen, die Bankenaufsicht zu reformieren. Es wird analysiert, inwieweit die Rechnungslegungssysteme Gläubiger schützen und ob die IAS/IFRS Voraussetzungen für eine Marktkontrolle des Bankmanagements schaffen. Dies geschieht, indem die Rechnungslegung in den Kontext bankenspezifischer Schutzinstitutionen gestellt wird, die Informationsinteressen von Gläubigern herausgearbeitet werden und eine umfangreiche Zweckmäßigkeitsanalyse der Rechnungslegungsvorschriften durchgeführt wird. Besonderes Augenmerk erhalten dabei die Vorschriften für Finanzinstrumente und die Frage, inwieweit ein Full Fair Value Accounting bzw. eine Marktwertbilanzierung bei Banken zu empfehlen ist. Als Ergebnis werden Grenzen und Defekte beider Rechnungslegungssysteme aufgezeigt sowie Anregungen zur Rechtsfortentwicklung geliefert.
Aus dem Inhalt: Besonderheiten der Kreditwirtschaft – Probleme regulatorischer Eingriffe – Bankenrechnungslegung und Bankenüberwachung – Informationsbedürfnisse der Bankgläubiger – Anforderungen an Rechnungslegungsvorschriften aus Gläubigersicht – Allgemeine Regeln zur Gewinnermittlung und zur (weiteren) Informationsvermittlung – Rechnungslegungsvorschriften für Finanzinstrumente – Full Fair Value Accounting.