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Risikoberichterstattung

Eine ökonomische Analyse

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Michael Dobler

Risikoberichterstattung, deren Ausgestaltung in deutschen Lageberichten durch DRS 5 konkretisiert wird, ist international en vogue. Sie soll den Adressaten entscheidungsrelevante und verlässliche Information bereitstellen. Um den Nutzen des Risikoberichts für seine Empfänger umfassend analysieren zu können, spannt die Arbeit erstmals den Bogen zum Risikomanagement und untersucht vorrangig spieltheoretisch die Offenlegungsanreize des Managers. Dies offenbart erhebliche Spielräume bei der Risikoberichterstattung, die durch Prüfung, Haftung und Normierung der Publizität nur in Grenzen zu beschneiden sind. Vor diesem Hintergrund werden die bestehenden nationalen und internationalen Standards zur Risikoberichterstattung verglichen und kritisch gewürdigt. Die Ergebnisse der Arbeit sind ernüchternd: Die Informationsfunktion des Risikoberichts wird ebenso überschätzt wie die Vorbildfunktion des DRS 5.
Aus dem Inhalt: Ökonomische und rechtliche Analyse der Einbindung der Risikoberichterstattung in das Risikomanagement (Risikomanagementprozess, Informationsökonomie, nationale und internationale Normen und Schutzklauseln) – Spieltheoretische und empirische Analyse der Anreize zur Risikopublizität (disclosure-Modelle, cheap talk-Ansätze, empirische Befunde, Kosten der Risikoberichterstattung, Prüfung und Haftung) – Vergleich und Würdigung der aktuellen nationalen und internationalen Standards zur Risikoberichterstattung (IDW-Verlautbarungen, DRS, IFRS, US-GAAP, SEC-Verlautbarungen, Bilanzrechtsreform-Gesetz).