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Jugend thematisierende Literatur junger AutorInnen

Postadoleszente Identitäten an der Wende vom 20. zum 21. Jahrhundert

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Verena Köbler

Ausgehend von den veränderten, aber auch sehr unterschiedlichen Formen jugendlichen Daseins vor und nach der «Wende» und den vielfältigen Versuchen in Medien und Forschung, «Jugend» aufgrund ihres Gestaltwandels neu zu bestimmen, richtet sich das Erkenntnisinteresse dieser Arbeit darauf, wie «Jugend» in der Literatur selbst noch junger AutorInnen in jener Zeit entworfen wird. Die hierzu ausgewählten, in Verlagen bzw. literarischen Programmen der Allgemeinliteratur veröffentlichten, in den 1990er Jahren überaus erfolgreichen und vielfach ausgezeichneten «Jugend thematisierenden» Erzählprosatexte rücken dabei unter gleich zwei Aspekten in den Blick: Zum einen geht es um die Partizipation dieser Literatur an dem Prozess der Neukonturierung von «Jugend» und hier insbesondere um ihre Funktion als Medium des Selbst- und damit möglicherweise gerade des Gegenentwurfs zu den in öffentlicher Rhetorik und Jugendforschung kursierenden Jugendbildern – also um die Literatur der jungen AutorInnen als «eigene Stimme». Zum anderen wird an diesen häufig stark autobiographisch geprägten Texten im Rekurs auf das Modell einer «narrativen Identität» auch den spezifischen Verwobenheiten zwischen der literarischen Modellierung von Jugend und dem Strukturwandel von «Jugend» und «Identität», wie er etwa in den soziologischen Diskursen verhandelt wird, nachgegangen.
Aus dem Inhalt: Vorüberlegungen zum Gegenstand und Forschungsansatz – Jugend im ausgehenden 20. Jahrhundert – Postadoleszente Identität im ausgehenden 20. Jahrhundert – Jugend und Literatur – Die Jugend thematisierende Literatur der jungen AutorInnen.